Entscheidungsfindung in Gruppen

In Gruppen ist es manchmal schwer, zu tragfähigen Entscheidungen zu finden. Die üblichen Abstimmungs-Methoden hinterlassen bei vielen Gruppenmitgliedern Unzufriedenheit - so dass die Gruppenentscheidung dann offen oder versteckt boykottiert wird.

Das kennen schon Familien. Zwar hat man abgestimmt, dass man gemeinsam zum Chinesen zum Essen geht, aber wenn die Tochter den ganzen Abend stinkig dabei sitzt, dann hat die ganze Familie keine rechte Freude.

In Unternehmen erzeugt unberücksichtigter Gruppen-Widerstand enorme Kosten. Sobald ein relevanter Teil der Belegschaft die Entscheidungen nicht wirklich mitträgt, beginnt sich die Spirale korrosiver Energie zu drehen, und die Produktivität sinkt in den Keller.

 

Hohe Produktivität braucht hohen Konsens! Und die Entscheidungs-Methode der Gruppe hat darauf den größten Einfluß.

 

Mitwirkung bringt Zustimmung - und umgekehrt

Gruppenmitglieder sind dann am ehesten motiviert, ihren Beitrag zu leisten, wenn sie in die Entscheidungen der Gruppe eingebunden sind. 

Die geringste Maßnahme hierfür ist es, den Betroffenen Verständnis für die Entscheidung zu ermöglichen, indem man ihnen die Absichten und den Kontext vermittelt. Doch bei vielen Themen ist es weitaus nützlicher, die Gruppenmitglieder an der Entscheidungsfindung direkt zu beteiligen. Und sei es nur durch die Möglichkeit, die Entscheidung vorzubereiten, indem sie Vorschläge entwickeln, über die dann die Geschäfts-oder Teamleitung am Ende entscheidet.

 

Eine solche Beteiligung wird viel effektiver und macht auch viel mehr Freude, wenn man eine Methode wählt, die systematisch die Gruppe vor Konflikten schützt. Die Folgen der üblichen Mehrheits-Wahl: "Wer ist für Option A - wer ist für Option B ... ?" hat jeder schon erlebt: Schlammschlachten, Grüppchenbildung, Ärger, bis hin zur kriegerischen Spaltung von Gesellschaften - denn jeder, dem etwas an dem Thema liegt, will gewinnen, statt zur Verlierer-Gruppe zu gehören. Um Stillstand oder Zerwürfnis zu vermeiden, verhandeln die "Parteien" dann sehr oft faule Kompromisse. Die Methode führt also oft auch noch zu qualitativ schlechten Entscheidungen, mit denen am Ende kaum jemand wirklich einverstanden ist. Obwohl also alle aus Erfahrung die Nachteile dieser Methode kennen, wird sie immer noch in Familien, Unternehmen, Gesundheitsorganisationen und in der Politik angewendet. Das liegt meist nicht am fehlenden guten Willen, sondern einfach daran, dass die Verantwortlichen noch keine Ideen für tragfähigere Entscheidungsfindung kennen gelernt haben.

 

Systemisches Konsensieren kann man lernen

Eine Entscheidungsfindungs-Methode vereinigt als einzige von allen bekannten die drei folgenden Aspekte:

1. Sie führt in Gruppen, wenn Entscheidungen anstehen, zu qualitativ sehr hochwertigen Lösungsvorschlägen.

2. Zu jedem dieser Vorschläge klärt sie, wie hoch der Grad an Konsens in der Gruppe ist. Somit bieten sich die Vorschläge, die am nächsten am Konsens sind, als tragfähigste Lösungen an.

3. Die Methode macht zusätzlich messbar, ob Entscheidungen der Gruppe zumutbar sind oder ob man besser alles lässt wie es war, um "Verschlimmbesserungen" zu vermeiden.

Diese Entscheidungs-Methode heißt "Systemisches Konsensieren" (SK). Der Name drückt aus, dass dieses Verfahren systemisch zuverlässig so nahe wie nur möglich an einen Konsens heranführt. Und es ist leicht umsetzbar, sobald das Prinzip verstanden ist.

Als ausgebildeter Moderator für Systemisches Konsensieren stehe ich Ihnen zur Verfügung, um Sie mit Ihrer Gruppe zu tragfähigen Entscheidungen zu begleiten.

Mehr Informationen unter: www.sk-prinzip.eu